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Geologie und Lagerstätte, die natürlichen Voraussetzungen
für eine ausgezeichnete Anthrazitqualität

In der Umgebung von Osnabrück tritt
das im Münsterland unter jüngeren Erdschichten abgetauchte
Ruhrkarbon noch einmal zutage. Die Lagerstätte von Ibbenbüren
ist somit das nördlichste Anthrazitvorkommen in Deutschland.
Durch die räumlich Trennung zum Ruhrgebiet entwickelte sich hier
schon frühzeitig eine eigenständige Bergbauregion. Das Vorkommen
ist eine Horstscholle mit unregelmäßiger elliptischer Form,
die sich nördlich des Teutoburger Waldes und der Stadt Ibbenbüren
bis zu 100 m aus dem umgebenden Land hervorhebt. Die Erstreckung der
Längsachse beträgt etwa 15 km, die Querachse 5-6 km. Die
gesamte Karbonfläche hat eine Ausdehnung von ca. 55 Quadratkilometern.
Das Bergbaugebiet wird durch von SW- nach NO-gerichtete Querstörungen untergliedert.
Der Bockradener Graben bildet hier eine natürliche Trennung des
Karbonhorstes in ein Ostfeld und ein Westfeld, in denen bis 1979 zwei
selbständige Schachtanlagen in Betrieb waren. Abbau wird seitdem
nur noch im Ostfeld betrieben. |
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Die Ibbenbürener Anthrazit-Lagerstätte |
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Obwohl die Flöze zur Gruppe der Flamm-
u. Gasflammkohlen gehören, sind die durch den Aufstieg des Bramscher
Intrusivs (ein in der Erdkruste steckengeblieber Vulkan) wesentlich
höher inkohlt. Heute wird ausschließlich der hierbei entstandene
Anthrazit gewonnen. Die Ablagerung ist überwiegend gleichmäßig
und flach mit einem Generaleinfallen nach Norden. In einem Schichtenpaket
von ca. 400 m Mächtigkeit sind in 1.100 1.500 m Teufe*
derzeit elf abbauwürdige Flöze aufgeschlossen (Flöze
43-74). Die Qualitätsmerkmale sind kennzeichnend für einen
hochwertigen Anthrazit. Der Aschegehalt liegt zwischen 3 und 4 %,
der Anteil flüchtiger Bestandteile zwischen 5 und 6 %. Der Schwefelgehalt
ist geringer als 1 %.
*) bergmännisch: Teufe = Tiefe |
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