TA-Luft: Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft. Begrenzt bei Feuerungsanlagen die Emissionen der Schwefeloxide, Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und Staub. Bei Festbrennstoffen gilt sie für Feuerungsleistungen zwischen 1 Megawatt (MW) und 50 MW.
 
Taupunkt: Taupunkt bezeichnet die Temperatur, bei der Gas zu Flüssigkeit kondensiert. Außer in Brennwertanlagen (hier ist ein Kondensieren von gasförmigen Bestandteilen der Abgase erwünscht) muß eine Kondensation des Wasserdampfes im Kessel, Abgasleitung oder Schornstein vermieden werden. Taupunktunterschreitung führt im Kessel zu Korrosion und im Schornstein zu Versottungen.
 
Thermische
Ablaufsicherung
:
Thermische Ablaufsicherung ist vorgeschrieben, wenn ein Kohlekessel in einer Heizungsanlage mit einem Membran-
ausdehnungsgefäß eingebaut werden soll. Sie besteht aus einem Wärmetauscher (oft als Kupferrohr mit Lamellen) und einem Ventil mit Messfühler. Erreicht das Kesselwasser den eingestellten Temperaturwert, öffnet das Ventil und kühlt den Kessel mit dem einströmenden Trinkwasser aus der örtlichen Trinkwasserversorgung.
 
Tuchfilter: Tuchfilter sind Textilfilter und dienen in Kohlekesselanlagen zur Sauberhaltung der Abgase. Das staubhaltige Abgas wird durch Nadelfilzschläuche oder -Taschen geleitet, wobei sich die Staubteilchen auf der Außenseite des Filtermaterials ablagern. In regelmäßigen Abständen oder in Abhängigkeit der Verschmutzung werden die Filter durch Druckluftstöße (als Gegenstrom von der Reingasseite aus) gereinigt. Der gelöste Staub fällt nach unten in einen Sammelbehälter. Durch Tuchfilter werden Reingasgehalte von < 20 mg/m³ erreicht. Einfacher und preiswerter sind Zyklonenstauber, mit denen man bei Einsatz von Ibbenbüren-Anthrazit Reingasgehalte von < 50 mg/m³ erreichen kann.
 
Turbulatoren: Turbulatoren (auch Wirbulatoren genannt) werden in die nachgeschalteten Heizflächen eingebaut, um 1.) durch Verwirbelung der Rauchgase den Wärmeübergang zu erhöhen und 2.) besonders bei Kohlekesseln durch regelmäßiges Bewegen der Turbulatoren die Nachschaltheizflächen von Ablagerungen zu reinigen.
 
Umstellbrand-
kessel:
Umstellbrandkessel können auf einen anderen Brennstoff umgestellt werden. Hierfür ist eine Fachfirma erforderlich. Siehe auch unter Wechselbrandkessel.
 
Unterbrand-
öfen:
Unterbrandöfen haben einen Füllschacht für den Brennstoffvorrat, der von oben beschickt wird. Die Verbrennungsluft durchströmt nur den Brennstoff unterhalb des Füllschachtes. Nur dieser Teil kann in Glut geraten. Unterbrandöfen heizen sehr gleichmäßig, sind gut regelbar und erfordern wenig Bedienung. Zu den Unterbrandöfen zählen die Anthrazit-Dauerbrenner.
 
Unterkorn: durch Kornzerfall beim Handling oder mangelhafte Klassierung entstandenes Material, das kleiner ist, als vom Lieferanten in seiner Produktbeschreibung/Qualitätsbeschreibung zugesichert.
 
Unterschub-
feuerung:
Unterschubfeuerung ist ein Feuerungsprinzip, bei dem die Kohle von einer Förderschnecke von unten in eine Mulde geschoben und dann nach oben gleichmäßig über die seitlich anschließenden Rostplatten gedrückt wird. Der Abbrand erfolgt von oben. Die nachdrückende Kohle schiebt die entstandene Asche über den Muldenrand nach außen. Als Brennstoffe eignen sich alle nicht oder nur schwach backenden Steinkohlearten, vorzugsweise Gas- oder Gasflammkohle der Körnungen 3 und 4.
Für Anthrazit Nuß 5 gibt es zur Zeit nur einen Kleinkessel mit 14.8 kW Wärmeleistung. Größere Leistungen sind in Erprobung.
 
Verbrennung: Verbrennung ist die chemische Verbindung von Sauerstoff mit brennbaren Stoffen unter Bildung von Verbrennungswärme.
 
Verschlackung:

Durch hohe Temperatureinwirkung schmilzt die ansonsten pulvrige oder krümelige Asche und erstarrt nach Abkühlung zu Schlacke. Bei Ibbenbüren-Anthrazit kann Schlacke vermieden werden, wenn die bei der Verbrennung entstandene Asche rechtzeitig aus dem Glutbett entfernt wird. Bei Kesselanlagen mit automatischen Schüreinrichtungen weist Schlackebildung darauf hin, dass der Schürvorgang zu spät erfolgt ist.

 
Wanderrost-
feuerung:

Wanderrostfeuerung ist ein Planrost, der durch den Feuerraum gezogen wird. Über seine Länge wird zonenweise Verbrennungsluft zugeführt. Der Leistungsbereich liegt zwischen 3 und 85 MW. Ibbenbüren Anthrazit eignet sich in diesen Feuerungen sehr gut in einer Mischung (ca. 15 bis 20 % fl. Best.) mit Fettkohlen
(20 bis 30 %).

 
Waschberge:

Rückstand an Gestein nach der Aufbereitung des Rohstoffs.

 
Wäsche: Wäsche ist der Teil der Kohleaufbereitung, in dem die Rohförderkohle in Vollwertkohle, Mittelgut und Berge getrennt wird.
 
Wassergehalt: Wasseranteil im marktfähigen Absatzprodukt vornehmlich der Braun- und Steinkohle, gemessen in Gew.- %. Je feiner die Körnung, desto höher ist die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen. Daher wird die Sorte Ibbenbüren-Anthrazit Nuss 5 auf eine Restfeuchte < 5 % thermisch getrocknet.
 
Wärmeerzeuger Wärmeerzeuger wird der Teil einer Heizungsanlage genannt, in dem die Wärme durch Verbrennung eines Brennstoffs erzeugt und auf das Wärmeträgermedium übertragen wird.
 
Wärmemarkt: derjenige Teil des Endenergieverbrauchs, in dem Energieträger zur Wärmeerzeugung genutzt werden. Der Wärmemarkt umfaßt den überwiegenden Teil des Endenergieverbrauchs.
 
Wechselbrand-
kessel:
Wechselbrandkessel können ohne Umstellarbeiten mit verschiedenen Brennstoffen befeuert werden. Die festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffe dürfen nicht gleichzeitig eingesetzt werden.
 
Wirbulator: siehe Turbulator