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| Abrieb: |
durch mechanische Beanspruchung
(Umschlag, Transport)
stückiger Festbrennstoffe entstehende Feinanteile |
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Abbrandtisch:
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hier lagert bei Füllschachtkesseln
die Glut. Der Tisch ist entweder komplett als wassergefüllte
Blechtasche ausgebildet, oder er besteht als Rost aus Dreieckrohren
oder in dem Tisch ist eine Aussparung, in dem ein Rost aus Gusseisen
eingelegt ist. |
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| Aktivkohle: |
ist Kohle, die durch Spezialbehandlung
ein fein verteiltes Porensystem mit hoher innerer Oberfläche
erhält. Aufgrund der damit verbundenen Erhöhung des Absorbtionsvermögens
wird Aktivkohle insbesondere zur Reinigung von Gasen eingesetzt. Anthrazit
ist keine Aktivkohle. |
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| Aschegehalt: |
nicht brennbare Bestandteile in
Gew.-% im Brennstoff. Bezogen auf Ibbenbüren-Anthrazit liegt
der Wert sicher unter 5 %. Der Aschegehalt bildet zusammen mit dem
Wassergehalt den Ballastgehalt. |
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Ascheschmelz- verfahren: |
wird im Laborverfahren durch langsames
Erhitzen eines Presslings aus der Brennstoffasche bestimmt. Kennzeichnende
Temperaturen des Schmelzverlaufs sind: Erweichungstemperatur, Halbkugeltemperatur
(oder Schmelztemperatur) und Fließtemperatur. |
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| Aufkohlung: |
ist der in Hüttenwerken und Gießeren durchgeführte
Prozess zur Anreichung des Metalls mit Kohlenstoffträgern wie
Kohle, Koks oder Mineralöl.
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Ausdehnungs- gefäß: |
nimmt bei Erwärmung des Wassers
in Warmwasserheizungen die
Volumenänderung des Heizungswassers auf. Ein offenes Ausdehnungsgefäß
steht ständig in Kontakt mit der Aussenluft. Der Sauerstoff der
Außenluft löst sich im Wasser und führt zu Korrosion
besonders an Stahlteilen (Heizkessel, Rohrleitungen). Daher sind heute
nur noch geschlossene Ausdehnungsgefäße gebräuchlich,
in der eine mit einem Inertgas gefüllte Gasblase den nicht vom Heizungswasser benötigten Raum im Gefäß
ausfüllt. Für Kohlekessel sind geschlossene Ausdehnungsgefäße
nur zulässig wenn der Kessel mit einer thermischen Ablaufsicherung
ausgerüstet ist. |
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automatische Beschickung: |
fördert den Brennstoff vom
Vorratslager in den Kessel. Für
Ibbenbüren-Anthrazit der Körnung Nuss 5 sind überwiegend
Wendelförderer (einfache Technik, preiswert) und Rohrkettenförderer
(sehr betriebssicher aber auch sehr teuer) im Einsatz. |
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automatische Entaschung: |
Die in Füllschachtkesseln bei der Verbrennung von Anthrazit anfallende Asche wird mittels Ascheschieber (Schüreinrichtung) der Austragsschnecke zugeführt. Diese transportiert die Asche zum hinteren Ende des Kessels und übergibt sie an eine weitere Transportschnecke. An den Auslaufstutzen der Transportschnecke ist ein Aschesammelbehälter (Aschecontainer, Big-Bag), angeschlossen, der in regelmäßen Abständen geleert bwz. gewechselt werden muß. Die Inbetriebsetzung der Entaschungseinrichtung erfolgt automatisch durch die Kesselsteuerung in Abhängigkeit des Brennstoffverbrauchs oder bei ätereren Anlagen in Abhängigkeit der Abgasventilatorlaufzeit (indirekte Ermittlung des Brennstoffverbrauchs). |
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| Berge: |
bergmännischer Ausdruck für
das bei der Gewinnung mitanfallende Gestein oder für die in der
Aufbereitung anfallenden Anteile an Gestein. (siehe Waschberge) |
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| Braunkohle: |
ist Kohle, die schwächer inkohlt
(siehe Inkohlungsgrad) ist als Steinkohle und deshalb weniger Kohlenstoff,
dafür aber mehr Sauerstoff und Wasserstoff enthält. Der
Heizwert deutscher Braunkohle, die zur Gruppe der Weichbraunkohle
gehört, liegt zwischen 6,49 und 13 kJ/kg (1 550 und 3 100 kcal/kg).
Hartbraunkohle hat ein etwas höheres spezifisches Gewicht
und einen höheren Heizwert, dafür niedrigere Gehalte an
Wasser und flüchtigen Bestandteilen |
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| Brennwert: |
Als Brennwert (früher: oberer
Heizwert, Ho) wird die freiwerdende Verbrennungswärme bei der
vollkommenen Verbrennung eines Brennstoffs bezeichnet. Im Gegensatz
steht der Heizwert (früher unterer Heizwert: Hu), bei dem die
Verdampfungswärme des bei der Verbrennung gebildeten Wassers nicht eingerechnet wird. |
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| Brikett: |
aus Feinkohle mit oder ohne Bindemittel
in Form gepreßtes Kohlestück, das vorwiegend
im Hausbrand verwendet wird. |
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| Deputatkohle: |
Brennstoff, der dem Bergmann von
seinem Arbeitgeber gegen geringe Kosten oder kostenfrei zum Eigenverbrauch
zur Verfügung gestellt wird. |
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| DIN 4751: |
Ist seit März 2004 ungültig. Sie wurde ersetzt durch DIN EN 12828 |
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| DIN EN 12828: |
Sie enthält Vorschriften über für die jeweilige Heizungsanlage erforderliche sicherheitstechnische Ausrüstung (Temperaturregler, Temperaturbegrenzer, Sicherheitstemperaturbegrenzer, Sicherheitsventil usw.). Für den Betrieb in geschlossenen Heizungsanlagen gelten für Festbrennstoffkessel zusätzliche Anforderungen (thermische Ablaufsicherung), um Überhitzungen des Kessels bei zu geringer Wärmeabnahme zu verhindern. |
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Durchbrand- prinzip: |
wesentliches Unterscheidungsmerkmal
dieser Feuerung ist, dass sich der gesamte Brennstoffvorrat im Feuerraum
befindet und die Kohlefüllung von unten nach oben durchbrennt.
Es gibt sowohl Kessel als auch Öfen, deren Feuerung nach diesem
Prinzip arbeitet. |
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| Eierkohle: |
gebräuchliche Bezeichnung
für Steinkohlenbrikett (eine mit Bindemittel in Form gepresste
Steinkohle). Siehe auch Steinkohlenarten |
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| Einzelofen: |
Heizgerät, das im zu beheizenden
Raum aufgestellt wird. Für Einzelöfen eignet sich Ibbenbüren-Anthrazit
besonders wegen seines hohen Heizwertes (langer Dauerbrand) und seines
geringen Aschgehaltes. In Einzelöfen werden hauptsächlich
die Körnungen Nuss 3 und Nuss 4 eingesetzt. |
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| Elektroden-Anthrazit: |
Ibbenbüren-Anthrazit ist wegen
seines geringen Ascheanteils zur Herstellung von Elektroden
geeignet. |
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| Emissionsmessung: |
Hierunter wird bei nach Bundesimmissionsschutzgesetz genehmigungspflichtigen Festbrennstoffkesseln (Feuerungswärmeleistung > 1.000 kW) eine Abgasmessung durch eine zugelassene Messstelle (z.B. TÜV) verstanden. Zu ermittelnde Schadstoffe: Staub, Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid, Stickoxide. Diese Messung muß alle 3 Jahre durchgeführt werden. Der Messbericht ist dem zuständigen Umweltamt vorzulegen. Für Anlagen < 1.000 kW ist der Bezirksschornsteinfegermeister (siehe Schornsteinfegermessung) zuständig. |
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Energieeinspar- verordnung: |
Am 1. Februar 2002 ist die neue Energieeinsparverordnung (EnEV) in Kraft getreten und ersetzt die Wärmeschutzverordnung sowie die Heizungsanlagenverordnung. Sie gilt sowohl für Neubauten als auch für bestehende Gebäude. Unabhängig von ihrem Alter sind Festbrennstoffkessel in bestehenden Gebäuden nicht von der neuen Energeieinsparverordnung betroffen. Sie müssen weder schärfere Abgasvorschriften einhalten noch müssen sie durch neue moderne Kessel ersetzt werden. Für die Betreiber von Anthrazitkesseln oder -Öfen ändert sich also nichts ! |
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| Entstauber: |
Reinigungseinrichtung zur Abscheidung
der im Abgasstrom enthaltenen staubförmigen Bestandteile. Bei
Einsatz von Ibbenbüren-Anthrazit kann ein Staubgehalt im Abgas
von max. 150 mg/m³ auch ohne Entstauber eingehalten werden. Bei einem
Staubgehalt von max. 50 mg/m³ ist ein Zyklonenstauber erforderlich.
Staubwerte < 20 mg/m³ sind nur mit Tuchfiltern (entweder als Taschen-
oder als Röhrenfilter) zu erreichen. |
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| Entschwefelung: |
Entschwefelung nennt man das Verfahren
zur Abscheidung von Schwefelverbindungen aus dem Rauchgas von kohlegefeuerten
Kesselanlagen. Da eine Entschwefelung der Rohkohle technisch und wirtschaftlich
nicht vertretbar ist, erfolgt der Entzug des Schwefels aus dem Rauchgas.
Zur Einhaltung der gesetzlichen Grenzwerte für Schwefeldioxidemissionen
werden bei Einsatz von Ibbenbüren-Anthrazit Entschwefelungsanlagen
erst ab einer Leistung von 50 MW erforderlich.Man unterscheidet Trockenverfahren
und Naßverfahren. |
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| Esskohle: |
siehe Steinkohlearten |
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| Falschluft |
Falschluft gelangt durch Undichtigketen
(z.B. defekte oder brüchige Türdichtungen) in den Kessel
oder den Ofen. Falschluft, die im Bereich der Primärluftklappe
in das Heizgerät gelangt, kann die Verbrennung intensivieren
und bei geringem Wärmebedarf zu einer Überhitzung führen.
Falschluft im Bereich der Fülltür kühlt die Abgase
und wirkt sich so wirkungsgradmindernd aus. Bei geringem Wärmebedarf
kann dieser Mangel sogar ein Erlöschen der Glut zur Folge haben.
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| Fettkohle: |
siehe Steinkohlearten |
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| Feuerungsleistung: |
Diese Leistungsangabe wird auf den Brennstoffeinsatz bezogen. Sie gibt Auskunft über die über den Schornstein abgeleitete Abgasmenge. Die Nennwärmeleistung ergibt sich aus der Multiplikation der Feuerungsleistung mit dem Kesselwirkungsgrad. |
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Feuerungs- verordnung: |
Jedes Bundesland verfügt über eine eigene Feuerungsverordnung. Ihre Vorschriften dienen ausschließlich der Abwehr von Gefahren für Leben und Gesundheit. |
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| Flammkohle: |
siehe Steinkohlearten |
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| Flammpunkt: |
niedrigste Temperatur, bei der
Flüssigkeiten durch Verdunstung ein entflammbares Gasgemisch
bilden. Der Flammpunkt kennzeichnet die Feuergefährlichkeit brennbarer
Flüssigkeiten (nicht fester Brennstoffe !) |
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| flüchtige Bestandteile: |
unter Luftabschluß beim Erhitzen
fester Brennstoffe gasförmig entweichende Zersetzungsprodukte
aus der Brennstoffsubstanz. Der Gehalt an Flüchtigen Bestandteilen
dient zur Kennzeichnung u.a. der Steinkohlenarten. |
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| Flugasche oder Flugstaub: |
Flugasche oder Flugstaub nennt man
die in Staubabscheidern (Zyklon, Tuchfilter, Elektrofilter) aus dem
Rauchgasstrom abgeschiedenen Stäube. |
| |
| Füllschacht: |
Ein kessel- oder ofeninterner Vorratsbehälter
für den Brennstoff. Der hier bevorratete Brennstoff nimmt nicht
an der Verbrennung teil, sondern rutscht selbsttätig in den Feuerraum
und gleicht so das verbrannte Volumen aus. Die Größe ist
für Öfen und Kleinkessel so ausgelegt, dass der Kessel/Ofen
in der meisten Zeit des Jahres nur alle 2 Tage oder seltener gefüllt
werden muss.
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| Großkessel: |
Kessel mit einer Nennwärmewärmeleistung > 100 kW. (Siehe auch Wärmeerzeuger) |
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| Grus: |
Feinanteile in einem Schüttgut.
Bei einem überhöhten Anteil Grus in Nusskohlen kann es zu
Problemen bei der Verbrennung kommen. |
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| Hardgrove-Index: |
kennzeichnet die Mahlhärte
von Kohle nach der amerikanischen ASTM Norm D 409. Der nach dem Vermahlen
erhaltenen Siebdurchgang steht im Zusammenhang mit der Mahlhärte.
Je kleiner der Hardgrove-Index, desto härter ist die Kohle. Der
Hardgrove-Index der Ibbenbürener Nusskohle liegt bei ca. 34 °H.
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| Hausbrand: |
Anteil der Primärenergieträger,
die in Einzelfeuerstätten in Haushalten und kleineren Industriebetrieben
eingesetzt werden.
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| Heizwert: |
Wärmemenge, die bei der Verbrennung
von Brennstoffen technisch verwertet werden kann. In Feuerungsanlagen
für Ibbenbüren-Anthrazit kann nur der Heizwert (unterer
Heizwert) ausgenutzt werden. Das im Abgas enthaltene Wasser liegt
hierbei dampfförmig vor. Die Verdampfungswärme kann somit
nicht genutzt werden. Im Gegensatz zu Erdgas ist aber die Differenz
zwischen Brennwert und Heizwert bei Anthrazit weniger als halb so
groß. |
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| Heizkessel: |
siehe Wärmeerzeuger |
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| Immission: |
Einwirkung von Verunreinigungen
(zum Beispiel Staub, Gase, Dämpfe, Stickoxide, Schwefeloxide,
radioaktiver Stoffe), auf die Umgebung (Menschen, Tiere, Pflanzen,
Sachen).
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| Industriekohle: |
vor allem von der Ruhrkohle AG
verwendete Bezeichnung für Kohle, die an Industriekunden (einschließlich
Kraftwerke) für Verbrennungszwecke verkauft wird. |
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| Inkohlungsgrad: |
Grad der Umwandlung von pflanzlichen
Stoffen in der Kohle. Mit zunehmender Inkohlung wird die Kohle reicher
an Kohlenstoff und ärmer an Flüchtigen Bestandteilen. Der
Inkohlungsgrad hängt ab vom Alter der Kohle und den äußeren
Entstehungsbedingungen (Druck, Temperatur). Ibbenbüren-Anthrazit
weist aufgrund geologischer Besonderheiten einen hohen Inkohlungsgrad
auf.
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| Inspektion: |
Nach DIN 31051 ist die Inspektion
eine Massnahme zur Feststellung und Beurteilung des Istzustandes
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| Kesselreinigung: |
Umfaßt nur die Reinigung der durch einen Kesselbetrieb verschmutzten (Ablagerungen) Bauteile wie Feuerraum, Nachschaltheizflächen. Ein höherer Leistungsumfang ist in der Kesselwartung (siehe Kesselwartung) enthalten.
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| Klassieren: |
Trennen eines Feststoffgemisches
nach Korngrößen in verschiedene Kornklassen (=Sorten, z.B
Nuss 1, Nuss 2 usw.).
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| Kleinkessel: |
Bei Kohlekesseln sind mit diesem Begriff Kessel mit einer Nennwärmeleistung bis ca. 100 kW gemeint.
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| Kohle: |
Pflanzenüberreste, die sich
über mehrere Millionen Jahre unter Luftabschluß stofflich
umgewandelt haben (Inkohlungsgrad). Dabei hat eine relative Anreicherung
des Kohlenstoffs stattgefunden. Kohle deckt zur Zeit mit 3,1 Mrd.
t SKE 30 % des Weltenergiebedarfs. Rund zwei Drittel werden durch
Erdöl und Erdgas gedeckt. An den gesamten geologischen Vorräten
fossiler Brennstoffe macht die Kohle jedoch 80 % aus, Erdöl und
Erdgas nur 20 %. Demnach besteht ein krasses Mißverhältnis
zwischen Nutzungs- und Reservenstruktur. (siehe Braunkohle, Steinkohlearten)
|
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| Kokskohle: |
Steinkohle, die sich zur Herstellung
von Koks besonders eignet (Verkokung). Wesentliche Voraussetzung ist
das Backvermögen, das vor allem durch den Swelling Index angegeben
wird. Eine gute Kokskohle hat 20 bis 26 % Flüchtige Bestandteile.
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| Kohlenoxid: |
(auch Kohlenmonoxid oder kurz CO):
entsteht bei einer Verbrennung unter Sauerstoffmangel (unvollkommene
Verbrennung). Es ist hochgiftig und geruchlos, daher sehr gefährlich.
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| Kohlenstoff: |
(chemisches Zeichen: C) ist als
Element in jedem fossilen Brennstoff enthalten. |
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| Kornfestigkeit: |
Bei festen Brennstoffen gibt sie Aufschluß über die mechanische Beanspruchbarkeit bei Umschlag und Transport. Für Koks ist die sog. Trommelfestigkeit nach DIN 51717 genormt. Für Steinkohlenbriketts gibt es den Punktfestigkeitstest. Bei Anthrazit gibt es kein eigenes Testverfahren. Hier gibt die Härte (siehe Mahlbarkeit) des Brennstoffs einen Hinweis auf die Kornfestigkeit des Produktes. |
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| Korngröße: |
Steinkohle und Koks werden durch
Absieben in handelsübliche Kornklassen sortiert, die je nach
Verkaufsgesellschaft geringe Unterschiede aufweisen.
| Sorte |
Korngröße
allg. in mm |
Korngröße
Ibbenbüren
in mm |
| Knabbeln |
150 bis 80 |
n.v. |
| Nuss 1 |
80 bis 50 |
80 bis 50 |
| Nuss 2 |
50 bis 30 |
50 bis 37 |
| Nuss 3 |
30 bis 20 |
37 bis 23 |
| Nuss 4 |
20 bis 10 |
23 bis 15 |
| Nuss 5 |
5 bis 10 |
16 bis 8 |
| Feinkohle |
10(6) bis 0 |
10 bis 0 |
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| Landabsatz: |
ist die Bezeichnung der Ausgabestelle
von Bergbauprodukten für den Strassentransport (Anlieferung mit
LKW`s). |
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| Lochfrass: |
Form der Korrosion, bei der punktuell
die befallene Metalloberfläche zerstört wird. (Gegensatz
hierzu: Flächenkorrosion) |
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| Magerkohle: |
siehe Steinkohlearten
|
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| Mahlbarkeit: |
wird gekennzeichnet durch die Hardgrove-Zahl
(siehe Hardgrove-Index) |
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| Methan: |
(chemische Formel CH4) ist ein farb-
und geruchloses, brennbares Gas. Es ist Hauptbestandteil des Grubengases
(daher auch Grubengas genannt). Auch Erdgas besteht überwiegend
aus Methan. |
| |
| Mittelgut: |
Mittelgut ist eine aschereiche Kohle,
die bei der Aufbereitung der Steinkohle neben der Vollwertkohle (Reinkohle)
und den Bergen als Produkt anfällt. Es sind vornehmlich Kohlestücke,
die mit Bergeteilen verwachsen sind. |
| |
Nachschaltheiz- flächen: |
Nachschaltheizflächen sind
Heizflächen, die der Brennkammer bzw. dem Feuerraum nachgeschaltet
sind. Sie sollen die heißen Rauchgase weiter abkühlen.
Durch Berührung mit den Rauchgasen werden die Flächen aufgeheizt.
Die Wärme wird dann an das Heizungswasser abgegeben. |
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Nennwärme- leistung: |
Ist die für den Wärmeabnehmer/Wärmeverbraucher vom Wärmerzeuger zur Verfügung gestellte Leistung (siehe auch Feuerungsleistung). |
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| Nusskohle: |
klassierte, gewaschene Steinkohle.
Die Körnungen (Sorten) der einzelnen Produzenten können
voneinander abweichen. |
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| Pechkohle: |
stark inkohlte Hartbraunkohle mit
einem Gehalt an Flüchtigen Bestandteilen von etwa 40% und einem
Heizwert von 21.000 bis 23.000 kJ/kg. (siehe Braunkohle, Inkohlungsgrad)
|
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| Petrolkoks: |
Petrolkoks nennt man den beim Cracken
von Mineralöl verbliebenen festen Rückstand. Er besitzt
einen hohen Kohlenstoffgehalt. Neben der Verwendung als Brennstoff
ist Petrolkoks Ausgangsmaterial für die Elektrodenherstellung. |
| |
| Primärluft: |
Primärluft (auch Erstluft genannt)
bewirkt in der Glut durch die Reaktion des in ihr enthaltenen Sauerstoffs
die Verbrennung (Oxidation) des Brennstoffs. Für eine Verbrennung
der aus dem Feststoff entweichenden flüchtigen brennbaren Bestandteile
muß der Feuerung zusätzlich Sekundärluft (Siehe Sekundärluft)
zugegeben werden. |
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| Primärluftklappe: |
Primärluftklappe befindet sich
bei den meisten Kesseln in der Ascheraumtür. Die Klappe wird
entweder von einem Feuerungsregler (häufig auch Samson-Regler
genannt, da Fa. Samson einen großen Marktanteil hat) oder einem
Hubmagneten betätigt. Mit der Primärluftklappe wird die
Zufuhr der Verbrennungsluft und damit auch die Kesselleistung geregelt.
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| Rauchgase: |
bei der Verbrennung von Brennstoffen
entstehende Gase. In der Regel enthalten sie Schadstoffe. Die häufigsten
sind Kohlenmonoxid, Stickoxid, Schwefeldioxid, Staub. Für diese
Stoffe sind in der Verordnung für Großfeuerungsanlagen
sowie in der TA-Luft sind Grenzwerte festgelegt.
|
| |
Rauchgasent- schwefelung: |
durch die Verbrennung wird in Abhängigkeit
vom Schwefelgehalt des eingesetzten Brennstoffs Schwefeldioxid (SO2)
gebildet. Bei der Rauchgasentschwefelung wird zwischen Trocken- und
Naßreinigung unterschieden: Bei der Trockenentschwefelung wird
das SO2 im Rauchgas durch oberflächenaktive Stoffe (Aktivkohle)
aufgenommen. Diese Stoffe werden entweder als Abfall deponiert oder
dem Prozeß nach Regeneration wieder zugeführt. Das bei
dieser Regeneration entstehende SO2-Reichgas kann zu Elementarschwefel
oder Schwefelsäure weiterverarbeitet werden. Bei der Naßentschwefelung
werden die Schwefelgase in Wäschern oder Blasenkolonnen durch
Absorptionsflüssigkeit (Kalkmilch) ausgewaschen. Als Produkt
fällt Gips oder Kalkschlamm an. |
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| Retorte: |
wird auch als Verbrennungsmulde bezeichnet. Der Brennstoff wird durch eine Schnecke seitlich in diese Mulde geschoben. Durch in den Seitenwandungen angeordnete Lüftöffnungen gelangt Sauerstoff in die heiße Glut, sodass es zum Verbrennungsprozess unter großer Hitzeentwicklung kommt. Besonders bei Anthrazit besteht die Gefahr, dass sich durch zu hohe Gluttemperaturen Schlacken bilden, die einen automatischen Weiterbetrieb der Feuerung verhindern. |
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| Reviere: |
Reviere sind in Deutschland die
verschiedenen Fördergebiete. Steinkohle wird heute noch in den
Revieren Ruhr, Saar und Ibbenbüren gefördert. |
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Rohrförder-
schnecke |
Die Rohrförderschnecke dient bei
Anthrazit-Anlagen zum Transport der Verbrennungsrückstände
(Asche und unverbrannter Brennstoff). Sie besteht aus dem äußeren
Rohr (Durchmesser je nach Kesselgröße zwischen 150 und
200 mm) und dem von einem Getriebemotor angetriebenen Innenrohr. Auf
dem Innenrohr sind schraubenförmig Flanken (ca. 20 bis 40 mm
hoch) aufgeschweißt, die durch ihre Drehung den Transport des
Fördergutes bewirken. Die Förderleistung beträgt ca.
0,5 bis 1,0 t/h. |
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Rohrketten- förderer: |
Er besteht aus 2 parallel angeordneten Rohren, die als Fördertrum
und als Leertrum bezeichnet werden. In dem Fördertrum befinden
sich Öffnungen, durch die das Fördergut in das Rohr hineinfliessen
kann. Es wird mittels an einer endlosen Kette befestigter Stauscheiben
durch das Förderrohr gezogen. An einem Ende des Förderers
befindet sich die motorisch angetriebene Antriebsstation, am anderen
Ende die Umkehrstation. Mit den bei automatischen Kohlekesseln gebräuchlichen
Kettenförderern können Höhenunterschiede bis zu ca.
5 m und Längen bis ca. 25 überwunden werden. Der Förderer
ist sehr betriebssicher, aber auch entsprechend teuer. Bei Anthrazit-Anlagen
werden überwiegend die preiswerten Wendelförderer eingesetzt.
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| |
Rohrwendel- förderer: |
Rohrwendelförderer werden neben dem Einsatz in der Landwirtschaft
(Förderung von Getreide oder Futtermitteln) auch zum Transport
von Anthrazit (Körnung bis max. 16 mm) eingesetzt. Das System
besteht im Gegensatz zum Kettenförderer aus nur einem einzigen
Rohr aus Edelstahl, in dem eine von einem elektr. Getriebemotor
in Rotation gebrachte Wendel den Brennstoff fördert. Ein Förderer
mit Rohrdurchmesser 90 mm transport ca. 2, 5 t/h Anthrazit Nuss
5. Die gestreckte Länge dieses System sollte 15 m nicht überschreiten.
Richtungsänderungen (max. 2 Stück bis max. 60°) sind
möglich. Ein Wendelförderer sollte nicht mehr als 3,5
m Höhenunterschied überbrücken. Bei längeren
Förderwegen oder größeren Förderhöhen
werden mehrere Wendelförderer in Reihe geschaltet. Als Schnittstelle
dient ein Übergabebehälter, den der erste Förderer
von oben befüllt und aus dem der nächste Förderer
von unten das Fördergut aufnimmt.
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| Rostfeuerung: |
Rostfeuerung ist die Sammelbezeichnung für verschiedene Feuerungsarten
für den Einsatz von Festbrennstoffen (z.B. Unterschub-, Wanderrost-,
Schüttelrost etc.)
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Schichthöhen- begrenzer: |
eine in Füllschachtkesseln vorhandene Einrichtung, mit der
man die aus dem Füllschacht in den Feuerraum einfliessende
Brennstoffmenge regulieren kann. Sie ist erforderlich, um die Feuerung
auf verschiedene Brennstoffe wie Anthrazit oder Koks bzw. verschiedene
Körnungen z.B. Nuss 4, Nuss 5, Nuss 6 einzustellen.
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| |
| Schlacke: |
Schlacke ist in der Glut geschmolzene Asche, die nach dem Abkühlen
zu einem harten Brocken erstarrt ist. Ibbenbüren-Anthrazit
ist unter normalen Betriebsbedingungen in Einzelöfen, Klein-
und Grosskesseln ein nicht backender Brennstoff. Die Entstehung
von Schlackebrocken weist entweder auf eine Fehlbedienung, eine
falsche Einstellung der Kesselsteuerung oder eine Überlastung
der Feuerung hin.
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| |
Schlauch- förderer: |
Schlauchförderer wird überwiegend benutzt, um Anthrazit
(max. Körnung Nuss 5) vom Lieferfahrzeug in das Brennstofflager
zu füllen. Die Einfüllöffnung darf bis zu 3 m oberhalb
der Strasse liegen. In dem Außenrohr (PE-Rohr mit Außendurchmesser
125 mm und ca. 6 m lang) fördert ein zu einer Wendel aufgewickelter
Federstahl das Gut staub- und verlustfrei. Die Förderleistung
beträgt ca. 20 t/h. Als Antrieb dient ein von der Fahrzeughydraulik
im Standgasbetrieb angetriebener Hydraulikmotor.
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| Schmiedekohle: |
Schmiedekohle ist die zum Schmieden notwendige Kohle. Es handelt
sich vorwiegend um eine Eßkohle oder eine niederflüchtige
Fettkohle der Körnung 4 mit einem geringen Backvermögen.
Ibbenbüren-Anthrazit der Sorten Nuss 3 bis Nuss 5 wird auch
gelegentlich zum Schmieden eingesetzt.
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Schornstein- fegermessung: |
Bei der Schornsteinfegermessung an anthrazitbefeuerten Wärmerzeugern wird nur der Staubgehalt im Abgas ermittelt. Diese Messung ist durchzuführen: 1.) nach erstmaliger Inbetriebnahme bei Kesseln > 15 kW. 2) Wiederkehrend, wenn die Anlage mit einer automatischen Beschickung ausgerüstet ist oder die Nennwärmeleistung 50 kW übersteigt.
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| Schwefelgehalt: |
Energierohstoffe wie Rohöl, Erdgas und Kohle enthalten Schwefelverbindungen,
deren Gehalt durch Aufbereitungsmaßnahmen vermindert werden
kann. Bei der Verbrennung wird ein Teil des Schwefels in den Rückständen
gebunden. Der andere Teil ist als Schwefeldioxid in den Abgasen
enthalten, die durch Rauchgasentschwefelung gereinigt werden können.
Für Feuerungsanlagen bis 1000 kW Feuerungsleistung ist in Deutschland
ein max. Schwefelgehalt im Brennstoff von 1 Gewichts-% zugelassen.
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Schürung/ Schüren: |
Schürung/Schüren ist das Enfernen der Asche aus dem Feuerraum.
Bei Öfen und kleinen Kesseln erfolgt die Schürung von
Hand mit z.B. einem Schürhaken. Bei größeren Kessel
für Anthrazitfeuerung sind oft motorisch angetriebene Schürvorrichtungen
vorhanden, die die bei der Verbrennung entstandene Asche automatisch
aus dem Feuerraum entfernen.
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| Schüttdichte: |
Schüttdichte (auch Schüttgewicht) gibt die Masse eines
Kubikmeters aufgeschütteten Stoffes (einschließlich der
Zwischenräume zwischen den einzelnen Körnern) an. Maßeinheit
ist Tonne pro Kubikmeter (t/m³). Zum Vergleich: Ibbenbüren-Anthrazit:
ca. 0,8 (Nuss 5) bis 0,85 (Nuss 1) t/m³, Ruhrkoks: 0,5 bis 0,6 t/m³.
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| Sekundärluft: |
Sekundärluft gelangt durch entsprechende Öffnungen oder
Düsen direkt in den Feuerraum, um in der heißen Zone
durch Anreicherung der Rauchgase die in ihr enthaltenen brennbaren
Bestandteile zu verbrennen. (Siehe auch Primärluft)
|
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| Staubfeuerung: |
Staubfeuerung dient der Verbrennung von gemahlenen Festbrennstoffen.
Die Kohle wird vor Eintritt in die Feuerung getrocknet und gemahlen
und der Kohlenstaub mit einem Teil der Verbrennungsluft vor Eintritt
in den Feuerraum vermischt. Staubfeuerungen befinden sich hauptsächlich
in Grosskesseln von Kraftwerken und Drehrohröfen der Zementindustrie.
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Steinkohlen- arten: |
Unterteilung nach Gehalt an Flüchtigen Bestandteilen, bezogen
auf die wasser- und aschefreie Kohle. Es wird in folgende Arten
unterschieden (siehe Tabelle).
| Kohlenart |
Flüchtige Bestandteile
in Gew.-% |
vorrangige Verwendung |
| Flammkohle |
über 40 |
In Kraftwerken und als Beimischung
zur Kokskohle in Kokerein
|
| Gasflammkohle |
33 bis 40 |
| Gaskohle |
28 bis 35 |
| Fettkohle |
18 bis 30 |
Als Kokskohle |
| Eßkohle |
14 bis 20 |
Als Hausbrand und in Kraftwerken |
| Magerkohle |
10 bis 14 |
| Anthrazit |
unter 10 |
|
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Steinkohlen- einheit: |
Steinkohleneinheit (SKE) dient der
Umrechnung von Energieträgern auf eine vergleichbare Einheit.
1 kg SKE ist gleich 7.000 kcal bzw. 29.300 kJ, dem mittleren Heizwert
eines Kilogramms Steinkohle. 1 kg Öl hat durchschnittlich einen
Heizwert von 1,4 kg SKE. |
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| Swelling-Index: |
Swelling-Index ist eine englische
Bezeichnung für den Blähgrad einer Kohle. Es ist eine in
England genormte, aber auch in vielen anderen Ländern bei der
Klassifikation verwendete Methode zur Bestimmung des Backvermögens
von Steinkohle. |
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| TA-Luft: |
Technische Anleitung zur Reinhaltung
der Luft. Begrenzt bei Feuerungsanlagen die Emissionen der Schwefeloxide,
Stickstoffoxide, Kohlenmonoxid und Staub. Bei Festbrennstoffen gilt
sie für Feuerungsleistungen zwischen 1 Megawatt (MW) und 50 MW.
|
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| Taupunkt: |
Taupunkt bezeichnet die Temperatur,
bei der Gas zu Flüssigkeit kondensiert. Außer in Brennwertanlagen
(hier ist ein Kondensieren von gasförmigen Bestandteilen der
Abgase erwünscht) muß eine Kondensation des Wasserdampfes
im Kessel, Abgasleitung oder Schornstein vermieden werden. Taupunktunterschreitung
führt im Kessel zu Korrosion und im Schornstein zu Versottungen. |
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Thermische Ablaufsicherung: |
Thermische Ablaufsicherung ist
vorgeschrieben, wenn ein Kohlekessel in einer Heizungsanlage mit einem
Membran- ausdehnungsgefäß eingebaut werden soll. Sie besteht
aus einem Wärmetauscher (oft als Kupferrohr mit Lamellen) und
einem Ventil mit Messfühler. Erreicht das Kesselwasser den eingestellten
Temperaturwert, öffnet das Ventil und kühlt den Kessel mit
dem einströmenden Trinkwasser aus der örtlichen Trinkwasserversorgung.
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| Tuchfilter: |
Tuchfilter sind Textilfilter und
dienen in Kohlekesselanlagen zur Sauberhaltung der Abgase. Das staubhaltige
Abgas wird durch Nadelfilzschläuche oder -Taschen geleitet, wobei
sich die Staubteilchen auf der Außenseite des Filtermaterials
ablagern. In regelmäßigen Abständen oder in Abhängigkeit
der Verschmutzung werden die Filter durch Druckluftstöße
(als Gegenstrom von der Reingasseite aus) gereinigt. Der gelöste
Staub fällt nach unten in einen Sammelbehälter. Durch Tuchfilter
werden Reingasgehalte von < 20 mg/m³ erreicht. Einfacher und preiswerter
sind Zyklonenstauber, mit denen man bei Einsatz von Ibbenbüren-Anthrazit
Reingasgehalte von < 50 mg/m³ erreichen kann. |
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| Turbulatoren: |
Turbulatoren (auch Wirbulatoren
genannt) werden in die nachgeschalteten Heizflächen eingebaut,
um 1.) durch Verwirbelung der Rauchgase den Wärmeübergang
zu erhöhen und 2.) besonders bei Kohlekesseln durch regelmäßiges
Bewegen der Turbulatoren die Nachschaltheizflächen von Ablagerungen
zu reinigen. |
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Umstellbrand- kessel: |
Umstellbrandkessel können auf
einen anderen Brennstoff umgestellt werden. Hierfür ist eine
Fachfirma erforderlich. Siehe auch unter Wechselbrandkessel. |
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Unterbrand- öfen: |
Unterbrandöfen haben einen
Füllschacht für den Brennstoffvorrat, der von oben beschickt
wird. Die Verbrennungsluft durchströmt nur den Brennstoff unterhalb
des Füllschachtes. Nur dieser Teil kann in Glut geraten. Unterbrandöfen
heizen sehr gleichmäßig, sind gut regelbar und erfordern
wenig Bedienung. Zu den Unterbrandöfen zählen die Anthrazit-Dauerbrenner.
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| Unterkorn: |
durch Kornzerfall beim
Handling oder mangelhafte Klassierung entstandenes Material, das kleiner
ist, als vom Lieferanten in seiner Produktbeschreibung/Qualitätsbeschreibung
zugesichert. |
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Unterschub-
feuerung: |
Unterschubfeuerung ist ein Feuerungsprinzip,
bei dem die Kohle von einer Förderschnecke von unten in eine
Mulde geschoben und dann nach oben gleichmäßig über
die seitlich anschließenden Rostplatten gedrückt wird.
Der Abbrand erfolgt von oben. Die nachdrückende Kohle schiebt
die entstandene Asche über den Muldenrand nach außen.
Als Brennstoffe eignen sich alle nicht oder nur schwach backenden
Steinkohlearten, vorzugsweise Gas- oder Gasflammkohle der Körnungen
3 und 4.
Für Anthrazit Nuß 5 gibt es zur Zeit nur einen Kleinkessel mit 14.8 kW Wärmeleistung. Größere Leistungen sind in Erprobung. |
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| Verbrennung: |
Verbrennung ist die chemische Verbindung
von Sauerstoff mit brennbaren Stoffen unter Bildung von Verbrennungswärme.
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| Verschlackung: |
Durch hohe Temperatureinwirkung schmilzt die ansonsten pulvrige
oder krümelige Asche und erstarrt nach Abkühlung zu Schlacke.
Bei Ibbenbüren-Anthrazit kann Schlacke vermieden werden, wenn
die bei der Verbrennung entstandene Asche rechtzeitig aus dem Glutbett
entfernt wird. Bei Kesselanlagen mit automatischen Schüreinrichtungen
weist Schlackebildung darauf hin, dass der Schürvorgang zu
spät erfolgt ist.
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Wanderrost- feuerung: |
Wanderrostfeuerung ist ein Planrost, der durch den Feuerraum gezogen
wird. Über seine Länge wird zonenweise Verbrennungsluft
zugeführt. Der Leistungsbereich liegt zwischen 3 und 85 MW.
Ibbenbüren Anthrazit eignet sich in diesen Feuerungen sehr
gut in einer Mischung (ca. 15 bis 20 % fl. Best.) mit Fettkohlen
(20 bis 30 %).
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| Waschberge: |
Rückstand an Gestein nach der Aufbereitung des
Rohstoffs.
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| Wäsche: |
Wäsche ist der Teil der Kohleaufbereitung,
in dem die Rohförderkohle in Vollwertkohle, Mittelgut und Berge
getrennt wird. |
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| Wassergehalt: |
Wasseranteil im marktfähigen
Absatzprodukt vornehmlich der Braun- und Steinkohle, gemessen in Gew.-
%. Je feiner die Körnung, desto höher
ist die Fähigkeit, Wasser aufzunehmen. Daher wird die Sorte Ibbenbüren-Anthrazit
Nuss 5 auf eine Restfeuchte < 5 % thermisch getrocknet. |
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| Wärmeerzeuger |
Wärmeerzeuger wird der Teil
einer Heizungsanlage genannt, in dem die Wärme durch Verbrennung
eines Brennstoffs erzeugt und auf das Wärmeträgermedium
übertragen wird. |
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| Wärmemarkt: |
derjenige Teil des Endenergieverbrauchs,
in dem Energieträger zur Wärmeerzeugung genutzt werden.
Der Wärmemarkt umfaßt den überwiegenden Teil des Endenergieverbrauchs.
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Wechselbrand- kessel: |
Wechselbrandkessel können ohne
Umstellarbeiten mit verschiedenen Brennstoffen befeuert werden. Die
festen, flüssigen oder gasförmigen Brennstoffe dürfen
nicht gleichzeitig eingesetzt werden. |
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| Wirbulator: |
siehe Turbulator |
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Zentral- heizungskessel: |
Ist der Wärmeerzeuger (siehe Wärmeerzeuger) in einer Zentralheizung. Hiermit ist gemeint, dass eine Wohnung oder ein Gebäude zentral von einer Stelle aus beheizt wird. Zentralheizung kann oft mit der Warmwasserheizung gleichgesetzt werden.
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| Zündpunkt: |
Zündpunkt ist diejenige
Temperatur, bei der ein Brennstoff unter festgelegten Bedingungen
von selbst (ohne Fremdzündung) entzündet und weiterbrennt.
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| Zugbedarf: |
Zugbedarf ist das Mass des Unterdruckes am Abgasanschluss eines
Kessels, das erforderlich ist, um die zur Erreichung seiner Nennlast
erforderliche Verbrennungsluftmenge durch Primär- und Sekundärluftöffnungen
anzusaugen und die entstandenen Abgase durch die Nachschaltheizflächen
abzuführen.
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| Zyklonentstauber: |
Zyklonentstauber nutzen die Fliehkraft zur Entstaubung von Gasen
aus. Das Rohgas strömt durch tangentialen Eintritt in den rotationssymetrischen
Abscheider. Während das Reingas in der Mitte des Strömungszentrums
abgesaugt wird, werden die Staubteilchen aufgrund ihrer größeren
Masse an der Wandung des Zyklons abgebremst und rutschen nach unten
in einen Sammelbehälter. Man unterscheidet Abscheider, die
aus nur einem Zyklon (Monozyklon) bestehen und Abscheider die aus
einer Vielzahl von einzelnen Zyklonen (Multizyklon) bestehen. Multizyklone
sind sehr verschleißfest, da sie aus dickwandigem Material
(oft Gusseisen) hergestellt werden können. Die Reinigung der
vielen einzelnen Zyklone ist aber konstruktionsbedingt oft sehr
mühsam.
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