38. Landeskirchschicht in Ibbenbüren
Der Knappenverein Tecklenburger Land feiert in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen. Aus diesem Anlass holte der Traditionsverein die 38. Landeskirchschicht nach Ibbenbüren. Mehr als 600 Teilnehmer aus 38 Berg- und Knappenvereinen und weitere Gäste beteiligten sich am Festumzug vom Ibbenbürener Rathaus durch die Innenstadt zur Mauritiuskirche. Zahlreiche Menschen säumten den imposanten Zug. Stolz trugen die Bergmänner ihre prächtigen Fahnen. Darunter war auch eine, auf der „Solidarnosc“, der Name der ersten freien Gewerkschaft in Polen, zu lesen war. Eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Jastrembie Zdój folgte der Einladung nach Ibbenbüren. Vom Zusammenhalt und der Tradition der Bergleute sprach Harald Böhm, Vorsitzender des gastgebenden Knappenvereins, in seiner Begrüßungsrede. Mit Blick auf die Nachkriegsjahre bezeichnete Böhm die Bergleute als „Retter der Nation“, und Bürgermeister Heinz Steingröver richtete den Blick in die Zukunft. Er mahnte in Richtung der politisch Verantwortlichen im Lande, die vielleicht „letzte Chance für eine positive Weichenstellung“ für den heimischen Bergbau zu nutzen.
Dr. Heinz-Werner Voß, Geschäftsführer der RAG Anthrazit Ibbenbüren GmbH lobte das Engagement des noch jungen Knappenvereins. Uwe Enstipp, Vorsitzender der Berg- und Knappenvereine Nordrhein-Westfalens, betonte die starke bergmännische Tradition: „Das ist gelebte Kultur, die die Menschen bewegt“. Der Gottesdienst in der Mauritiuskirche feierten die Pfarrer Thomas Lemanski und Andreas Finke. Die musikalische Gestaltung übernahm der Musikverein „Glückauf“ mit seinem Blas- und Sinfonieorchester und seinem Steigerchor.